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Corona Australis Nebel:  Etwas entfernt von der galaktischen Ebene im Sternbild Corona Australis (Südliche Krone) in einer Entfernung von etwa 500 Lichtjahren liegt eines der nahesten und auch interessantesten Sternentstehungsgebiete. Die riesige Corona Australis Molekülwolke  (die sternarmen Bereiche in diesem Bild)) verschluckt das Licht der Hintergrundsterne. Nur die Strahlung einiger sehr heller junger Sterne wird an den Staubwolken reflektiert und erzeugt die herrlichen Reflexionsnebel in diesem Bild.
Die Nebel unterhalb der Bildmitte mit den beiden hellen Knoten sind NGC 6727 und NGC 6726, der Nebel rechts IC 4812. Die kleinere dreiecksförmige Nebelstruktur ist NGC 6729 mit R CrA an der Spitze. Das kleine bogenförmige Objekt wird als  HH 100 bezeichnet und stellt ein sogenanntes Herbig-Haro Objekt dar. Diese Objekte sind vermutlich Sterne in einer Frühphase ihrer Entwicklung, wenn grosse Mengen Materie vom Stern in langen Jets ausgestossen werden, wahrscheinlich infolge von sehr starken Magnetfeldern.

Links oben im Bild findet man einen sehr schönen Kugelsternhaufen, NGC 6723, der sich scheinbar in der Nähe der Nebel befindet. In Wirklichkeit steht er jedoch sehr viel weiter entfernt in einigen 30000 Lichtjahren Entfernung.

Das Bild wurde am Observatorium der IAS auf der Hakos Farm in Namibia aufgenommen.

 

 



Object: Corona Australis Nebel
Catagory: IAS Hakos, Namibia
Designation: NGC 6727
Constellation: Corona Australis
Optics: Keller 20 inch Cassegrain f/3 in korrigiertem Primärfokus
Mount: Liebscher GEM
Camera: SBIG STL-11000M mit internem Filterrad CFW 5
Exposure: Je 2 x 10min RGB. Baader Filtersatz. Maxim DL zur Aufnahmesteuerung
Calibration: Dunkel-und Flachbild
Guiding: StarlightXpress Lodestar an Schneider OAG, Maxim DL als Guiding Software
Processing: MaxIm DL5, Photoshop. Farbkodierung RGB
Location-Date: IAS-Hakos, Namibia - 17 Okt 2014
 
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